Es ist großartig uns etwas Substantielles aufzubauen. Familie, Unternehmen, Karriere, Freunde, Fähigkeiten, Heim, … ein Leben. Wir haben etwas beigetragen und eine Grundlage aufgebaut!
Überraschend ist es, wenn sich trotz anhaltender Erfolge dann ein Gefühl von Gefangenheit einstellt.
Überraschend aber nicht ungewöhnlich. Es tauchen Fragen auf wie: Ich habe all das hier gewählt, warum scheint es nun wie fremd? Ich möchte etwas Neues aber es passt mit dem Existierenden nicht zusammen. Muss ich alles riskieren was ich erreicht habe, um mich zu verändern?
Auf der Suche nach Lösungsansätzen findet sich vieles, was hilfreich sein könnte. Von neuen Hobbys und einem neuen Job über die Erfüllung von Lebenswünschen und das Ausleben von Fantasien bis hin zu Spiritualität und therapeutischer Arbeit. Diese können neue Impulse geben, echte Lücken füllen und Veränderungen anstoßen. Was das für den Umgang mit unserem bestehenden Leben bedeutet, bleibt dabei manchmal offen.
Hier können wir direkt ansetzen: Was bewegt mich eigentlich? Und wie gestalte ich mein Leben für mich?
Diese Fragen tauchen ganz konkret und in unterschiedlichen Größenordnungen auf: Was lässt mich Feierabends so genervt auf meine angespannte Partnerin reagieren? Warum übernehme ich Aufgabengebiete, obwohl ich kürzer treten will? Wie kann ich verhindern, dass mein unternehmerischer Neuanfang mich wieder in eine ähnliche Situation bringt?
In meiner Arbeit begleite ich Menschen in Veränderungsphasen. Wir betrachten das Zusammenspiel aus realen Umständen, berechtigten Anliegen und den eigenen Reaktionen in konkreten Situationen.
In einem gewachsenen Leben kann dieses Zusammenspiel wie unausweichlich wirken. Ein Grund dafür ist die eigene Identität, genauer das Ego. Es formt aus dem undifferenzierten Erleben unser Bewusstsein für die Situation: Unsere Gedanken. Unsere Gefühle. Unsere Wahrnehmung. Unsere Handlungsoptionen.
Wenn wir einzelne Elemente davon verändern, vollziehen andere Elemente eine Gegenbewegung: Voran mit den Gefühlen. Zurück mit den Gedanken. Mehr Gedanken. Weniger passende Handlungsoptionen. Druck und Spannung erhöhen sich, da unser Ego vertraute Sichtweisen und Reaktionen stabilisiert. Das gibt uns Orientierung und hält uns handlungsfähig. Gleichzeitig hält es uns an vertrauten Reaktionen fest, auch wenn unsere heutigen Umstände und Bedürfnisse etwas anderes verlangen.
Das Ego ist nicht das Problem. Aber das Ego schafft das Problem.
Die Lösung ist nicht das Ego abzuschaffen. Wir machen es sichtbar und flexibel im Hier und Jetzt.
Dazu schauen wir uns einzelne Situationen an, in denen das Ego innerlich verknotet. Wir lockern diese Knoten, wodurch sich Spannungen lösen und neu ordnen können. Häufig wird dabei deutlich, was wir als Nächstes tun möchten. Zugleich kann der innere Widerstand nachlassen: Wir müssen uns weniger zu einer Veränderung zwingen, weil die Handlung besser zu dem passt, was uns tatsächlich bewegt.
Daraus entstehen konkrete kleine Schritte: etwas aussprechen, eine Bitte anders formulieren, in einer vertrauten Situation anders reagieren. Eine Reihe solcher Bewegungen kann zu tiefgreifenden Veränderungen führen.
Wenn du nach Veränderung suchst, ohne Bruch mit dem Früheren und im Kontakt mit dem Jetzt. Wenn du offen dafür bist dir vollständig zu begegnen. Wenn du etwas finden möchtest, statt zu suchen. Dann kann diese Arbeit dir helfen.
Das ist ehrliche Arbeit, die einen echten Unterschied machen kann. Authentischere Beziehungen, weniger Stress, mehr Energie, besser Ergebnisse, ein anderes Selbst-Bewusstsein, empathischere Führung für dich und andere.