Es ist großartig uns etwas Substantielles aufzubauen. Familie, Unternehmen, Karriere, Freunde, Fähigkeiten, Heim, … ein Leben. Wir haben etwas beigetragen und eine Grundlage aufgebaut!
Überraschend ist es, wenn sich trotz anhaltender Erfolge ein Gefühl von Gefangenheit einstellt.
Überraschend aber nicht ungewöhnlich. Ich habe all das hier gewählt, warum scheint es nun wie fremd? Ich möchte etwas Neues aber es passt mit dem Existierenden nicht zusammen. Muss ich alles riskieren was ich erreicht habe, um mich zu verändern?
Auf der Suche nach Lösungsansätzen findet sich vieles, was hilfreich sein könnte. Von neuen Hobbies und neuem Job, über die Erfüllung von Lebenswünschen und Ausleben von Fantasien, hinzu Spiritualität und therapeutischer Arbeit. Diese geben neue Impulse und können echte Lücken füllen.
Häufig schieben wir damit eine wichtige Frage aber nur auf: Was bewegt mich eigentlich? Und wie gestalte ich mein Leben für mich?
Diese Fragen tauchen in unterschiedlichen Größenordnungen auf: Was lässt mich Feierabends so genervt auf meine angespannte Partnerin reagieren? Warum übernehme ich Aufgabengebiete, obwohl ich kürzer treten will? Wie kann ich verhindern, dass mein unternehmerischer Neuanfang mich wieder in eine ähnliche Situation bringt?
Sich diese Fragen zu stellen, ist ein Anfang. Sich zu verändern ist trotzdem nicht leicht. Insbesondere, wenn man keinen Bruch mit dem alten Lebens will.
Ein Grund dafür ist die eigene Identität bzw. das Ego.